Die Prämienentwicklung in der Lebensversicherung ist durch gegenläufige Trends in der Einzel- und Kollektiv-Lebensversicherung geprägt. In der Kollektivversicherung konnte der Ländermarkt Schweiz – entgegen dem rückläufigen Marktanteil der Privatassekuranz – mit einem Wachstum von 14 Prozent weiter signifikant zulegen, dies insbesondere auch bei den periodischen Prämien. Anders in der Einzelversicherung, wo das anhaltend tiefe Zinsniveau die Prämienentwicklung negativ beeinflusste (Rückgang um 2.2 Prozent). Erfolgreich verlief jedoch der Fondsvertrieb, der 2005 durch die Integration eines innovativen Absicherungsfonds in Schweizerfranken weiter systematisch gefördert wurde. Die im Vergleich zur Konkurrenz tiefe Rückkaufquote in der Einzel-Lebensparte und die hohe Quote an Geldern aus ablaufenden Verträgen im Jahr 2005, die durch Wiederanlagen im Hause behalten werden konnten, sprechen für die hohe Reputation der Helvetia Patria als verlässlichen Partners in der Lebensversicherung. Insgesamt konnte die Ertragskraft im abgelaufenen Jahr weiter gestärkt werden, was vor allem auf substanzielle Verbesserungen in der Sparte der Erwerbsunfähigkeitsversicherung zurückzuführen ist. Dies hängt mit einem günstigeren konjunkturellen Umfeld zusammen und damit, dass die selektive Zeichnungspolitik in der Kollektiv-Lebenbranche Früchte trägt. Schliesslich kommt das straffe Kostenmanagement in einem abermals günstigeren Kostenergebnis zum Ausdruck. Weitere Anstrengungen müssen allerdings in eine verbesserte Rentabilisierung des Einzel-Lebengeschäfts gelegt werden, wo das anhaltend tiefe Zinsniveau in allen Belangen stark dämpfend wirkt.
Ausgezeichnete Entwicklung im
Nicht-Lebengeschäft trotz Unwetterschäden
Das Nicht-Lebengeschäft entwickelte sich auch im vergangenen Geschäftsjahr in einem bezüglich Schadenverlauf herausfordernden Umfeld positiv. Die Prämieneinnahmen in der Schadenversicherung haben um ansprechende 1.3 Prozent zugenommen. Das vergangene Jahr war bezüglich versicherter Schäden für die Privatassekuranz das teuerste Jahr, das im traditionsreichen Schweizer Versicherungsmarkt je registriert wurde. Die Unwetter vom vergangenen August stellten eine grosse Herausforderung dar, welche aber dank ausgezeichneten und vorausschauenden Dispositionen auf allen Ebenen und leistungswilligen Mitarbeitenden vorbildlich gemeistert werden konnte. Innerhalb kurzer Zeit wurden unseren engagierten Mitarbeitenden der Schadenorganisation und der lokalen Generalagenturen 4 700 Schadenfälle in den Branchen Fahrhabe, Gebäude, Betriebsunterbrüche und Motorfahrzeuge mit einer Bruttoschadensumme von rund CHF 160 Mio. gemeldet. Dank guten Rückversicherungsdispositionen und den Entlastungen aus dem Elementarschadenpool gelang es jedoch, diese hohe Schadensumme weitgehend abzufedern, was sich in einer erneut hervorragenden kombinierten Schaden-/Kostenquote netto von 95.4 Prozent widerspiegelt.
Hohe Ertragskraft
Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich, bedingt durch die Entwicklung in beiden Geschäftsbereichen, deutlich von CHF 166.6 Mio. auf CHF 220.4 Mio. Dies ist das Resultat von substanziell höheren Beiträgen aus dem technischen Ergebnis des Lebengeschäftes und aus einem abermals erfreulichen Gewinn in der Nicht-Lebensparte. Dazu kommt eine grosse Steigerung des Kapitalanlageerfolges, vor allem im Geschäftsbereich Leben. Als Folge davon konnte im Lebengeschäft die Rückstellung für Überschussbeteiligung grosszügig dotiert werden. Davon profitieren auch unsere Kollektiv-Lebenkunden in der Schweiz, denen wir im Rahmen der Mindestquote (Legal Quote) 94 Prozent der Erträge zugewiesen haben.