Die Helvetia Previsión hat das erste volle Geschäftsjahr nach der Fusion der Helvetia CVN mit der Previsión Española hinter sich. Die erwarteten Synergieeffekte haben sich bestätigt und zeigen sehr positive Auswirkungen. Der Verwaltungskostensatz konnte stark reduziert werden. Das erhöht die Konkurrenzfähigkeit und die Chancen am aufstrebenden spanischen Markt, aber auch die Rentabilität, beträchtlich. Die Reduktion der Kostenbelastung ist umso bemerkenswerter, als auch 2005 noch einige nachlaufende Fusionskosten anfielen. In der Lebensversicherung hat Helvetia Previsión erfreuliche Zuwachsraten erreicht, die sogar leicht über dem Marktdurchschnitt liegen. Das ist umso beachtlicher, als die spanische Tochtergesellschaft noch über keinen Vertriebspartner aus dem Bankensektor verfügt. Im Markt wird weit über die Hälfte des Prämienvolumens der Lebensversicherung durch den Bankensektor generiert. Dagegen wuchs das Nicht-Lebengeschäft deutlich unterdurchschnittlich. Das ist fast ausschliesslich auf die Motorfahrzeugversicherung zurückzuführen. Der schon erwähnte Preiskrieg in diesem Sektor lässt das Prämienniveau generell sinken. Zudem legt Helvetia Previsión grösseren Wert auf die Portefeuillequalität als auf Wachstum um jeden Preis. Prämienzugeständnisse werden nur dort gemacht, wo es technisch auch gerechtfertigt ist, was in einigen Fällen zu Vertragsverlusten führen kann. Aus diesen Gründen ist das Prämienvolumen in diesem Sektor rückläufig. In den übrigen Nicht-Lebenbranchen sind die Zuwachsraten befriedigend bis gut, vermögen aber den Rückgang in der Motorfahrzeugsparte, die rund 40 Prozent des gesamten Nicht-Lebenvolumens ausmacht, nur zum Teil zu kompensieren. Die gesamte Schadenbelastung brutto hat sich vermindert. Das ist auf eine erneut deutliche Verbesserung im Motorfahrzeuggeschäft zurückzuführen. Wegen einiger grösserer Schäden hat sich dagegen die Schadenbelastung in der Feuerversicherungsbranche etwas erhöht. In den Regionen Andalusien und Navarra zählt Helvetia Previsión zu den Marktleadern. Ziel ist, auch künftig in diesen Regionen unter den ersten fünf Gesellschaften zu sein und die Marktstellung im übrigen Land zu verbessern. Eine geschickte Produktepolitik und qualitativ hoch stehende Dienstleistungen helfen, diese Ziele zu erreichen. Die drei Schadenzentren in Sevilla, Madrid und Pamplona wurden nach eingehenden Audits mit ISO 9001:2000 zertifiziert.